Achtung

Achtung: Der letzte Blogbericht Die weltoffenen Wüstenpfadfinder freuen sich wirklich sehr über ihre Begleiter aus Hamburg. Man verwöhnt sich gegenseitig mit Schmankerln und Gimmicks wie Keksen und Kabelbindern. Die Landesgrenzen in Tajikistan sind recht zeitaufwendig. Beschleunigt werden kann der Wartevorgang mit Hilfe von Bakshish, aber dafür geben wir keine Spendengelder aus. Lieber demonstrieren wir unsere Geduld, indem wir gemütlich eine Wassermelone auspacken und mit den anderen wartenden Teams teilen. Es kann dann schon einmal vorkommen, dass die Polizei sich nicht darüber amüsiert und uns den Genuss von Obst verwehrt. Um für Ungemütlichkeit zu sorgen, wird uns dann der Abfall entsorgt und klar gemacht, dass wir doch weiter fahren mögen. Zwischenziel erreicht: die Bahn ist wieder frei. In Khurog angekommen füllen wir unsere Wasserflaschen und speisen in einem recht schlichten Lokal. Um zur Toilette zu gelangen, muss man mehrere private Terassen passieren. Die letzte Station auf dem Weg zum Lokus ist eine Bäckerei. Aus Neugierde wirft einer von uns einen Blick in die Backstube, macht zwei Fotos und wird mit einem warmen Fladenbrot auf´s Haus belohnt. Noch bevor wir unser eigentliches Essen bekommen, wurde der heiße Fladen verzehrt. Das schreit nach mehr und so kaufen wir groß bei dem Bäcker ein. Die Geschäftsführerin von Bäckerei und Restaurant erzählt uns, dass der Basar, den wir besuchen möchten, leider nur am Samstag geöffnet hat. Das ist sehr schade, weil es ein Grenzbasar mit Produkten aus Afghanistan gewesen wäre, erspart uns aber auch insgesamt 200km Umweg. So bewegen wir uns weiter am Fluss Pandsch entlang der afghanischen Grenze, bis wir unseren Schlafplatz mit Sandstrand entdecken. Mitten in der Nacht leisten uns Grenzsoldaten, bis auf das Zahnfleisch bewaffnet, Gesellschaft. Das Grenzgebiet ist für den Schmuggel von Drogen und Waffen bekannt. Nachdem wir unsere Situation schildern, merken die Soldaten, dass von uns keine Gefahr ausgeht und wünschen uns einen schönen Aufenthalt in Tajikistan. Es ist nichts außer dem wunderbarer Sternenhimmel zu sehen, bis plötzlich ein mysteriöser, auffrisierter Opel Astra auftaucht und in unserer Nähe parkt. Manche lassen sich dadurch verunsichern und versuchen herauszufinden, was der Grund für den unerwarteten Besuch an unserem tollen Zeltplatz sein könnte. Sie gehen zu dem Auto hin und bieten ihre Hilfe im Falle einer Panne an. Die Hilfsbereitschaft kommt nicht gut an. Mit einem mulmigen Gefühl kehren die Jungs zurück. Es dauert noch eine gute halbe Stunde bevor das Fahrzeug die Parkbucht wieder verlässt. Wir schlafen uns aus. Um den Kreislauf morgens in Schwung zu bringen, lassen es sich ein paar von uns nicht nehmen im Pandsch baden zu gehen. Die Straßenverhältnisse bleiben abenteuerlich und verzeihen keine Fehler. Die erste Reifenpanne lässt nicht lange auf sich warten. Kurz darauf folgt dann die zweite Reifenpanne, die durch einen ausgerissenen Dämpfer zustande kommt. Die Nasen, die dafür zuständig sind den Dämpfer gegen Verdrehen zu sichern, sind abgerissen. Dadurch hat sich der Dämpfer so verdreht, dass sich die Aufnahme für den Stabilisator in den Reifen bohrt und diesen einmal komplett auffschlitzt. Damit uns das nicht noch einmal passiert, bringen wir den Dämpfer wieder in Position und fixieren ihn vorerst mit Kleber und einer hohen Klemmkraft, bevor er anschließend in einer Werkstatt durch Schweißpunkte endgültig fixiert wird. Kaum sind wir ein paar weitere Kilometer vorangekommen ist die Lichtmaschine eines unserer Fahrzeuge defekt. Zum Glück haben wir einen Ersatz dabei und die Reparatur hält uns nur für eine halbe Stunde auf. In der Dunkelheit treffen wir in Kalaikhum ein und essen einheimische Spezialitäten, die nicht jedem besonders gut schmecken. Von hier aus gibt es zwei Möglichkeiten Duschanbe zu erreichen. Wenn man nach links abbiegt, fährt man zwar 100km mehr, hat aber größtenteils asphaltierte Straßen und spart sich dadurch Zeit. Wenn man rechts abbiegt, fährt man die M41 bis nach Duschanbe durch und spart sich etwa 100km. Die M41 ist der sogenannte Pamir Highway. Den Spaß lassen wir uns natürlich nicht entgehen und biegen rechts ab. Nachdem es schon dunkel ist, fahren wir nur noch wenige Kilometer bis wir einen Platz finden, der uns zum Schlafen geeignet erscheint. Wir stehen früh auf, fahren den Highway weiter. Schon nach wenigen Metern fällt uns ein Schild auf, welches darauf hinweist, dass sich hier ein Minenfeld befindet. ‚Vielleicht war der Schlafplatz doch nicht so optimal‘, hört man es dann aus dem Funkgerät schallen. Zum Glück ist aber nichts passiert. An einer landesinneren Grenze im Pamir wird uns von den Soldaten grünes "Zeug" angeboten. Anfangs sind wir etwas skeptisch, aber als wir sehen, dass die Soldaten es selber konsumieren, trauen sich ein paar von uns auch. Später stellt sich heraus, dass es sich dabei um afghanischen Kautabak (Nasra) handelt. Schon kleinere Mengen haben eine große Wirkung und setzen halb Hamburgistan mehr oder weniger außer Gefecht. So nutzen wir die Unterbrechung wegen einer defekten Zündspule sinnvoll und essen und trinken eine Kleinigkeit, um den Kreislauf wieder zu stabilisieren. Die Reifen werden bei hohen Temperaturen und spitzen Steinen so stark beansprucht, dass Reifenschaden drei und vier innerhalb von 24h folgen. Mittlerweile sind alle Ersatzreifen im Einsatz. Auf allen Vieren kommen wir dann aber endlich in Duschanbe an und freuen uns, dass sich ein Runflatreifen auch noch unter Beweis stellen darf. Nach so vielen Kilometern mit schlechtem Sprit leuchtet nun auch die Motorkontrollleuchte bei einem Fahrzeug. Wahrscheinlich ist die Lambdasonde nicht mit den Abgasen einverstanden, die durch den nicht optimalen Sprit entstehen. Am Abend treffen wir dann aber doch im Ziel ein und werden mit einem Riesenbuffet und kühlen Getränken belohnt. Die Rallyeteams feiern sich gegenseitig und tauschen spannende und lustige Geschichten aus. Nach der Feier richten wir in der Früh unsere Fahrzeuge für den Verkauf her und bereiten alle Unterlagen für das Ämterhopping vor. Auf dem Weg zu dem Platz, an dem alle Fahrzeuge verkauft werden, liefern wir noch unsere Sachspenden bei der Caritas ab. Auch unsere Werkzeuge und übrigen Konserven finden hier noch Verwendung. Wir treffen am Marktplatz ein. Die meisten Autos werden recht schnell verkauft. Wenn wir richtig informiert sind, hat sich der Notar selber auch gleich einen unserer BMWs unter den Nagel gerissen. Während die Fahrzeughalter den Papierkram beim Notar erledigen, machen die anderen die Stadt unsicher und besuchen ein Teehaus. Es werden auch ein paar Souvenirs für die Daheimgebliebenen gekauft. Alle Rallyeteams treffen sich dann am Abend im Public Pub auf ein, zwei Bier. Während manche Teams im Anschluss abreisen müssen, bekommen der Stefan von den Organisatoren, Lukas vom Schweizer Team und die Wüstenpfadfinder den Rachen nicht voll und ziehen weiter ins Istiqlol und dampfen ein bisschen mit der Wasserpfeife. Auf der lustigen Taxiheimfahrt mit lauter Musik und wenig Beinfreiheit besorgen wir uns noch frisch gebackenes Brot als Mitternachtssnack. An unserem letzten Tag lassen wir unsere Seelen baumeln und besuchen den Swimmingpool oder kurieren die nächste Magendarmverstimmung aus. Wir fahren mit dem Taxi in die Stadt und gehen noch einmal groß Essen. Um der nächsten Magenverstimmung zu entgehen versuchen wir es mal mit tajikischem Schnaps. Der Erfolg bleibt leider aus. Manche von uns vertragen hier irgendetwas leider nicht und haben mit ihrer Verdauung sogar noch während des Fluges zu kämpfen. Um gebührend in Richards Geburtstag reinzufeiern; gehen wir in die Opera. Am Flughafen lassen wir es uns nicht nehmen gesondert behandelt zu werden. Schließlich sind wir ja Rallyefahrer und haben ein Geburtstagskind an Bord. Für uns wird ein extra Schalter geöffnet und wir müssen nicht lange in der Schlange warten. Das verkürzt die Wartezeit und ermöglicht uns ein kleines Nickerchen, bevor wir ins Flugzeug steigen. In Moskau angekommen geben wir unsere letzten Rubel im Duty Free aus. Zum Frühstück gibt es was vom Burgerking. Im Flieger sammeln wir dann wieder Kräfte für den krönenden Abschluss. Heute geht´s nämlich direkt nach der Wahlurne ran an die Maßen auf der Wiesn. Mal schauen wie lange wir brauchen, um uns wieder mit der StVo anzufreunden. Die letzten Wochen haben Schlaglöcher und Spurrillen den Verkehr geregelt und man konnte immer so schnell wie möglich fa ohne die vorgegebene Geschwindigkeit zu überschreiten.Read More

Das letzte Foto mit den Autos. Jetzt werden sie …

Das letzte Foto mit den Autos. Jetzt werden sie für die Caritas verkauft.Read More

Wir sind gut in Duschanbe angekommen. Natürlich …

Wir sind gut in Duschanbe angekommen. Natürlich hatten wir noch die letzten zwei Tagen alles an Pannen mitgenommen was geht. Wir genießen jetzt die Zielparty und die nächsten Tage werden wir über die letzten Rallyetage berichten. 😊Read More

Unser Nachtcamp mit den Hamburgisten. Heute bricht …

Unser Nachtcamp mit den Hamburgisten. Heute bricht der vorletzte Tag richtung Duschanbe an. Funfact: Der Fluss ist die natürliche Grenze zu AfghanistanRead More

Berichtigung

Berichtigung: Wie sich herausgestellt hat hatten wir überhaupt gar keinen Kater. Nach und nach entpuppte sich das Unwohlsein als saftige Magen-Darm-Grippe. Vielleicht hätten wir mehr Vodka trinken sollen. Während sich die einen nicht mehr zugetraut haben zu Husten oder zu Niesen, haben sich die anderen jegliche Nahrungsmittelaufnahme gleich wieder durch den Kopf gehen lassen. Manchen hatten auch beiderlei Problemchen. Nichtsdestotrotz haben wir versucht uns Samarkhand anzuschauen. Die Sehenwürdigkeiten waren sehr beeindruckend und der Markt lädt zum Einkaufen und Feilschen ein. Eigentlich wollten wir Samarkhand noch verlassen und weiterziehen, aber weil wir nicht in der besten Verfassung waren, haben wir uns dazu entschieden noch eine weitere Nacht im Hotel zu bleiben und nicht weiterzufahren. Mit bedauern mussten wir feststellen, dass in der Nacht zwei unserer Funkantennen geklaut wurden. Leider konnten wir keinen Ersatz auf der Autoteileeinkaufsmeile besorgen (Die Bodenseestraße ist ein Witz dagegen), aber immerhin konnten wir Dämpfer vorne, hinten, Koppelstangen und Domlager kaufen und verbauen. Beide Dämpfer vorne in Tashkent wechseln zu lassen kostet übrigens 25€. Im Anschluss haben wir sogar mehr oder weniger guten Sprit, mal wieder über Kontakte, bekommen. Anfangs hieß es nämlich, dass ROZ91 ausverkauft sei, doch unser Helferlein hat unsere Situation geschildert uns so waren dann plötzlich doch noch 180l Normalbenzin für uns zur Verfügung. Voll getankt geht’s weiter in Richtung Kirgisistan. Endlich haben die Straßen auch wieder Kurven und die Landschaft wird nochmal abwechslungsreicher. Wir sehen die ersten Berge in der Dämmerung und erklimmen sie mit unseren Fahrzeugen ohne weitere Probleme. Wir passieren viele Pannenfahrzeuge mit defekten Kühlern. Auch hier werden wir wieder mitten auf der Straße aufgehalten um fotografiert zu werden. Nach mehreren Kilometern Flachland treffen wir dann in der Dunkelheit am Grenzposten ein. Wie sich herausstellt hat dieser aber leider dauerhaft geschlossen. Doch der Wachposten beschreibt uns den Weg zum nächsten Grenzübergang in nur 30km Entfernung. Wir freuen uns über die große Auswahl an Tankstellen in Osh und verlassen die Stadt um es uns hinter einer Baustelle gemütlich zu machen. Für eine kurze Nacht war der Schlafplatz ausreichend. Auf den nächsten Kilometern begegnen wir vielen Herden, die über die Straßen getrieben werden. Ab und zu verläuft sich auch mal ein einzelnes Klauen- oder Huftier auf die Straße. Die Leute in Kirgisistan sind sehr höflich und interessiert an uns und unseren Fahrzeugen. Wir können auch hier wieder vielen Kindern eine Freude bereiten. Auf unserem Weg nach Tajikistan sehen wir auch ein paar Jurten. Wir befinden uns übrigens die meiste Zeit bereits auf der Seidenstraße. Wir begegnen Fahrradfahrern, die den Pamir Highway auf eigene Faust durchradeln wollen. Noch ist das Wetter wohlgestimmt mit uns und wir genießen den Ausblick auf das tolle Bergpanorama. Unterwegs tanken wir noch einmal. Die Tankstelle stand wohl auch schon mal in Deutschland. Wir nehmen sicherheitshalber auch Benzin in Plastikkanistern mit. Man weiss ja nie was der Pamir so mit sich bringt. Wir kommen bis auf 4280m Höhe und erreichen die Grenze. Hier begegnen wir unseren Rallyekollegen aus Hamburg, die uns ein Weilchen begleiten. Die Ausreise aus Kirgisistan verzögert sich, weil die Wärter erst einmal Mittagspause machen. Langsam wird’s zapfig. Neben ein paar Tropfen bekommen wir einen kalten Wind beim Warten ab. Nach der Kontrolle gibt es einige Höhemeter und Kilometer auf spannendem Untergrund zu meistern. An der Grenze zu Tajikistan angekommen kommen uns schon die ersten Schneeflöckchen entgegen. Das passieren der Grenze zu Tajikistan entpuppt sich als bürokratischer Riesenaufwand, der mit hohen Kosten verbunden ist. Die Desinfektion konnten wir nur mit einem Schmunzeln beobachten. Das Ämterhopping war leider so zeitaufwendig, dass wir die Grenze erst in der Dunkelheit und bei starkem Schneefall verlassen konnten. Auf dem Weg zum Auto ist uns schon aufgefallen, dass wir Bodenfrost haben. Die Schotterpiste wurde wohl vor kurzem von so etwas wie einer Planierraupe präpariert. Das hat uns nicht so gut gefallen. Schlaglöchern ausweichen macht mehr Spaß als durchgeschüttelt zu werden. Dass der Boden gefroren war, war nicht förderlich. So hat es auch einer unserer Bremskolben hinten rechts gesehen und sprang entzwei. Im Schneegestöber dichteten wir dann die demontierte Bremsleitung ab und weiter geht’s mit „angezogener Handbremse“. Was für ein Glück: Wir entdecken ein Home Stay in das wir noch zu später Stunde einkehren dürfen. Es wird nochmal eingeheizt und es gibt sogar noch etwas feines zum Essen. Endlich schaffen wir es mal in den Genuss von Plov zu kommen. Allen hat es sehr, sehr gute geschmeckt. Wie Sardinen in der Dose teilen wir uns einen Schlafraum mit den Hamburgistanern bevor wir zusammen Spiegelei und Kekse mit eingelegten Sauerkirschen zum Frühstück serviert bekommen. Nach der anstrengenden Nacht ist die Stimmung erstaunlich gut. Das liegt möglicherweise auch daran, dass uns die Sonne Anlacht und wir uns ein erfrischendes Bad im Karakakul genehmigen. Der Ausblick ist ein Träumchen. Wir reiten weiter durch das Pamirgebirge. Zum Teil fahren wir sogar durch Schnee an der chinesischen Grenze entlang. Die Berglandschaft erinnert mal an Canada und mal an den Grand Canyon. Wir fahren an vielen tapferen Radlern vorbei. Der höchsten Berg, den wir neben uns liegen lassen, hat eine Höhe von etwa 6500m. Die Ruckelpisten hinterlassen ihre Spuren an unseren Autos. Dort wo man Asphalt findet, wirft dieser so große Wellen, dass man die Autos zum Teil wie auf einem Grat balancieren muss um nicht aufzusetzen. Das klappt leider nicht immer. Zum Glück haben wir an jedem Auto einen Unterbodenschutz verbaut. Mittlerweile klappert in jedem Auto etwas. Wir passen sicherheitshalber unsere Geschwindigkeit an. Leider erreichen wir dadurch unser eigentliches Tagesziel nicht, aber wir finden natürlich eine tolle Alternative. In XXX gibt es heiße Quellen. Die brauchen wir jetzt aber auch zur Entspannung. Das einzige Manko: nicht nur die Quellen schwefeln, sondern die ganze Ortschaft. Wir gehen früh ins Bett, damit wir nicht wieder in die Nacht reinfahren. Unser nächstes Ziel ist ein ganz besonderer Basar. Berichtigung: Wie sich herausgestellt hat hatten wir überhaupt gar keinen Kater. Nach und nach entpuppte sich das Unwohlsein als saftige Magen-Darm-Grippe. Vielleicht hätten wir mehr Vodka trinken sollen. Während sich die einen nicht mehr zugetraut haben zu Husten oder zu Niesen, haben sich die anderen jegliche Nahrungsmittelaufnahme gleich wieder durch den Kopf gehen lassen. Manchen hatten auch beiderlei Problemchen. Nichtsdestotrotz haben wir versucht uns Samarkhand anzuschauen. Die Sehenwürdigkeiten waren sehr beeindruckend und der Markt lädt zum Einkaufen und Feilschen ein. Eigentlich wollten wir Samarkhand noch verlassen und weiterziehen, aber weil wir nicht in der besten Verfassung waren, haben wir uns dazu entschieden noch eine weitere Nacht im Hotel zu bleiben und nicht weiterzufahren. Mit bedauern mussten wir feststellen, dass in der Nacht zwei unserer Funkantennen geklaut wurden. Leider konnten wir keinen Ersatz auf der Autoteileeinkaufsmeile besorgen (Die Bodenseestraße ist ein Witz dagegen), aber immerhin konnten wir Dämpfer vorne, hinten, Koppelstangen und Domlager kaufen und verbauen. Beide Dämpfer vorne in Tashkent wechseln zu lassen kostet übrigens 25€. Im Anschluss haben wir sogar mehr oder weniger guten Sprit, mal wieder über Kontakte, bekommen. Anfangs hieß es nämlich, dass ROZ91 ausverkauft sei, doch unser Helferlein hat unsere Situation geschildert uns so waren dann plötzlich doch noch 180l Normalbenzin für uns zur Verfügung. Voll getankt geht’s weiter in Richtung Kirgisistan. Endlich haben die Straßen auch wieder Kurven und die Landschaft wird nochmal abwechslungsreicher. Wir sehen die ersten Berge in der Dämmerung und erklimmen sie mit unseren Fahrzeugen ohne weitere Probleme. Wir passieren viele Pannenfahrzeuge mit defekten Kühlern. Auch hier werden wir wieder mitten auf der Straße aufgehalten um fotografiert zu werden. Nach mehreren Kilometern Flachland treffen wir dann in der Dunkelheit am Grenzposten ein. Wie sich herausstellt hat dieser aber leider dauerhaft geschlossen. Doch der Wachposten beschreibt uns den Weg zum nächsten Grenzübergang in nur 30km Entfernung. Wir freuen uns über die große Auswahl an Tankstellen in Osh und verlassen die Stadt um es uns hinter einer Baustelle gemütlich zu machen. Für eine kurze Nacht war der Schlafplatz ausreichend. Auf den nächsten Kilometern begegnen wir vielen Herden, die über die Straßen getrieben werden. Ab und zu verläuft sich auch mal ein einzelnes Klauen- oder Huftier auf die Straße. Die Leute in Kirgisistan sind sehr höflich und interessiert an uns und unseren Fahrzeugen. Wir können auch hier wieder vielen Kindern eine Freude bereiten. Auf unserem Weg nach Tajikistan sehen wir auch ein paar Jurten. Wir befinden uns übrigens die meiste Zeit bereits auf der Seidenstraße. Wir begegnen Fahrradfahrern, die den Pamir Highway auf eigene Faust durchradeln wollen. Noch ist das Wetter wohlgestimmt mit uns und wir genießen den Ausblick auf das tolle Bergpanorama. Unterwegs tanken wir noch einmal. Die Tankstelle stand wohl auch schon mal in Deutschland. Wir nehmen sicherheitshalber auch Benzin in Plastikkanistern mit. Man weiss ja nie was der Pamir so mit sich bringt. Wir kommen bis auf 4280m Höhe und erreichen die Grenze. Hier begegnen wir unseren Rallyekollegen aus Hamburg, die uns ein Weilchen begleiten. Die Ausreise aus Kirgisistan verzögert sich, weil die Wärter erst einmal Mittagspause machen. Langsam wird’s zapfig. Neben ein paar Tropfen bekommen wir einen kalten Wind beim Warten ab. Nach der Kontrolle gibt es einige Höhemeter und Kilometer auf spannendem Untergrund zu meistern. An der Grenze zu Tajikistan angekommen kommen uns schon die ersten Schneeflöckchen entgegen. Das passieren der Grenze zu Tajikistan entpuppt sich als bürokratischer Riesenaufwand, der mit hohen Kosten verbunden ist. Die Desinfektion konnten wir nur mit einem Schmunzeln beobachten. Das Ämterhopping war leider so zeitaufwendig, dass wir die Grenze erst in der Dunkelheit und bei starkem Schneefall verlassen konnten. Auf dem Weg zum Auto ist uns schon aufgefallen, dass wir Bodenfrost haben. Die Schotterpiste wurde wohl vor kurzem von so etwas wie einer Planierraupe präpariert. Das hat uns nicht so gut gefallen. Schlaglöchern ausweichen macht mehr Spaß als durchgeschüttelt zu werden. Dass der Boden gefroren war, war nicht förderlich. So hat es auch einer unserer Bremskolben hinten rechts gesehen und sprang entzwei. Im Schneegestöber dichteten wir dann die demontierte Bremsleitung ab und weiter geht’s mit „angezogener Handbremse“. Was für ein Glück: Wir entdecken ein Home Stay in das wir noch zu später Stunde einkehren dürfen. Es wird nochmal eingeheizt und es gibt sogar noch etwas feines zum Essen. Endlich schaffen wir es mal in den Genuss von Plov zu kommen. Allen hat es sehr, sehr gute geschmeckt. Wie Sardinen in der Dose teilen wir uns einen Schlafraum mit den Hamburgistanern bevor wir zusammen Spiegelei und Kekse mit eingelegten Sauerkirschen zum Frühstück serviert bekommen. Nach der anstrengenden Nacht ist die Stimmung erstaunlich gut. Das liegt möglicherweise auch daran, dass uns die Sonne Anlacht und wir uns ein erfrischendes Bad im Karakakul genehmigen. Der Ausblick ist ein Träumchen. Wir reiten weiter durch das Pamirgebirge. Zum Teil fahren wir sogar durch Schnee an der chinesischen Grenze entlang. Die Berglandschaft erinnert mal an Canada und mal an den Grand Canyon. Wir fahren an vielen tapferen Radlern vorbei. Der höchsten Berg, den wir neben uns liegen lassen, hat eine Höhe von etwa 6500m. Die Ruckelpisten hinterlassen ihre Spuren an unseren Autos. Dort wo man Asphalt findet, wirft dieser so große Wellen, dass man die Autos zum Teil wie auf einem Grat balancieren muss um nicht aufzusetzen. Das klappt leider nicht immer. Zum Glück haben wir an jedem Auto einen Unterbodenschutz verbaut. Mittlerweile klappert in jedem Auto etwas. Wir passen sicherheitshalber unsere Geschwindigkeit an. Leider erreichen wir dadurch unser eigentliches Tagesziel nicht, aber wir finden natürlich eine tolle Alternative. In XXX gibt es heiße Quellen. Die brauchen wir jetzt aber auch zur Entspannung. Das einzige Manko: nicht nur die Quellen schwefeln, sondern die ganze Ortschaft. Wir gehen früh ins Bett, damit wir nicht wieder in die Nacht reinfahren. Unser nächstes Ziel ist ein ganz besonderer Basar.Read More

Mehr Text-> mehr Likes? Challenge accepted. Noch …

Mehr Text-> mehr Likes? Challenge accepted. Noch bevor wir nach Xiva fahren, soll ja eine beeindruckende Altstadt haben, müssen wir tanken. Also machen sich die einen auf die Suche nach einer geeigneten Tankstelle, während die anderen die Autos wieder auf Vordermann bringen. Nach einer guten Stunde kommt der Tankstellenspähtrupp mit vollen Kanistern und einem vollen Tank zurück. Wartezeit an der Tankstelle: über 30min. Leider gibt es auch nur noch ROZ80. Das gefällt uns gar nicht. Hilft ja nix, da müssen wir und unsere Autos jetzt durch. Wir teilen uns wieder auf, besuchen eine Werkstatt um eine Inspektion durchzuführen (bei den Straßenverhältnissen verkürzen sich die Intervalle), während das nächste Auto getankt werden soll. Doch dann die Ernüchterung: Das Benzin in der Stadt ist ausverkauft. Wir finden keine Tankstelle mehr, die uns betanken kann. „Morgen gibt es wieder was zu kaufen“ versichert uns ein Passant. Wir wollen aber eigentlich vorankommen und bekommen einen Tipp vom Tankstellenbesitzer. Ein Kollege kennt jemanden, einen Businessmann, der ROZ91 verkauft. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und schlagen zu. Mit einem Freund von unserer vertragsfreien Werkstatt fahren wir zum Tanken. Der Kollege spricht fließend Englisch und entschuldigt sich, sichtlich unangenehm berührt, dafür, dass wir in diese Situation geraten sind. Die Leute in Usbekistan sind nicht nur gastfreundlich, sondern auch sehr hilfsbereit. Wir fühlen uns hier wirklich wohl. Wir bedanken uns mit Bier aus der Heimat und machen uns auf den Weg Richtung Samarkant. Die Tankstellensuche war leider so zeitraubend, dass wir uns nicht einig waren, ob wir noch nach Xiva fahren soll oder nicht. Nach einer Blitzlichtrunde stand es 3:3 und die Münze musste entscheiden. Leider war das Glück nicht auf unserer Seite (scheinbar ist der Autor für Xiva gewesen) und wir sind direkt in Richtung Buxoro gefahren. In Buxoro angekommen waren wir beeindruckt von den schönen Altbauten und speisten traditionelle Gerichte. Wir haben auch gleich mit einem Ayran auf unser Geburtstagskind Stefan angestoßen. Unser Schlafplatz war eine knappe Stunde entfernt am See Tudakul. Die Straßenverhältnisse dorthin waren schlecht. Dunkelheit und Müdigkeit durch Überfressenheit haben die Fahrt nicht angenehmer gemacht. Noch schnell eine Wagenburg hochgezogen, die uns vor dem starken Wind schützt, schlafen wir ein und werden morgens von der Polizei geweckt. Die freundlichen Kollegen kontrollieren unsere Pässe. Wir erkundigen uns gleich nach der Wasserqualität vom Lake Tudakul. Baden ist erlaubt, aber das Wasser soll sehr kalt sein. Das hält nicht alle davon ab zum Baden zu gehen. Wir stellen fest: Lake Tudakul ist ziemlich cool/kalt. Frisch gewaschen fahren wir weiter in Richtung Samarkant und durchqueren abwechslungsreichere Wüstenlandschaften mit Hügeln und sehen auch schon in der Ferne die ersten Berge. Unterwegs legen wir mehr oder weniger unfreiwillig ein Päuschen ein. The Dome vol. 2 kommt zum Vorschein. Wieder ist ein Domlager zerrissen. Diesmal ist von dem Gummilager aber nichts mehr übrig, sodass wir froh sind, noch die alten kaputten Teile aufgehoben zu haben, weil wir diese jetzt wieder verbauen müssen. Um die Stimmung aufrecht zu erhalten, machen wir aus der Reparaturaktion ein Kaffeekränzchen und verwöhnen uns mit Gebäck vom Basar in Nukus. Nach der Reparatur begegnen wir ein paar Kindern, denen wir eine Freude bereiten können. Wir ziehen die Aufmerksamkeit einer Familie auf uns, die wohl auch auf dem Weg nach Samarkant ist. Während der Fahrt tauschen wir zuerst Geschenke aus bis wir uns dann dazu entscheiden stehen zu bleiben. Wir machen ein paar nette Fotos, tauschen Nummern aus und fahren weiter. In Samarkant angekommen checken wir in einem Hotel ein und machen einen Spaziergang zu einem Restaurant, das sich hervorragend eignet um Stefans Geburtstag zu feiern. Bei lauter Musik und umfangreichen Essen bestehend aus verschiedenen Fleischsorten, würzigen Salaten und Diverse Beilagen. Wir sind zwar die einzigen, doch trotzdem geht das Bier aus. Sie haben wohl nicht mit Besuch aus Bayern gerechnet 😉 Nachschub war schnell besorgt. Wir gönnen uns nach einer sahnigen Geburtstagstorte noch ein paar Züge an der Wasserpfeife und vergessen die Zeit. So kommt es, dass die Sittenpolizei den Klängen der Musik folgt und das Restaurant betritt. Normalweise ist hier um 23:00 Uhr Bettruhe, doch weil Gastfreundschaft groß geschrieben wird, drücken sie heute mal ein Auge zu. Schließlich müssen wir ja den Stefan gebührend feiern, wenn sonst schon keiner von seinen Leuten vorbeikommt um ihm zu gratulieren.😉 Nach einer kurzen Nacht hat der ein oder andere mit den Nachwehen zu kämpfen. Bevor es weiter geht, wechseln wir einen Reifen und bestellen Ersatzteile nach Tashkent, damit unsere Autos fit für das Pamirgebirge sind. Aber als erstes besichtigen wir noch Samarkant. Die Stadt soll ja sehr schön sein wie wir nicht nur vom Restaurantbesitzer erfahren haben.Read More

Obacht

Obacht: viel Text 😊 Noch bevor wir die Grenze erreichen, mittlerweile ist es wieder dunkel, suchen wir uns einen Schlafplatz. Wir verlassen also die Hauptstraße und fahren durch die Steppe. Anfangs irritiert von dem beißenden Geruch freuen wir uns über eine ebene Fläche, die nicht bewachsen ist. Doch als der Erste das Auto verlässt, wird uns schnell bewusst, dass der Geruch nicht vom Beifahrer, sondern aus der Umgebung kommt. Als Richard seine Funzel anknipst wird uns klar: wir stehen vor einer Müllhalde. Die Suche geht weiter. Ein paar Kilometer entfernt verzieht sich der Geruch und wir errichten unsere Burg. Sie gelingt uns immer besser und schneller. Nach unserem klassischen Frühstück mit einem köstlichen Kaffee und Leberwurst, fahren wir weiter in Richtung Grenze. Wir erinnern uns daran, dass der Sprit in Usbekistan knapp sein soll und tanken noch einmal. Leider gibt es nur noch ROZ 91 zu kaufen (Normalbenzin). Wir würden unseren Autos natürlich lieber das gute Super gönnen, aber mei… Die letzten 80km werden richtig anstrengend. Die Straße hat ihren Namen nicht mehr verdient, weil jeder Feld- und Forstweg angenehmer für Mensch und Maschine wäre. Aber genau auf so Pisten haben wir uns ja gefreut und wurden jetzt sozusagen für das fehlende Wüstenrallyefeeling bei der Algäu-Orient-Rallye 2011 entschädigt😊Wir ziehen uns vor der Grenze noch einmal um. In Usbekistan sind Feinrippunterhemden und kurze Hosen nun einmal keine Klamotten für die Öffentlichkeit. Das respektieren wir. Als Tourist wird man an der Grenze bevorzugt behandelt und muss nicht mit den Arbeitern in der langen Schlange warten. Das durstige Grenzpersonal, das unsere Autos kontrolliert hat, war so freundlich und hat uns ein bisschen Platz für Souvenirs geschaffen indem sie uns um ein paar gute bayerische Biere erleichtert haben. Die Grenzkontrollen funktionieren gut aber der Papierkram dauert sehr sehr lange. Das Bisschen künstliche Intelligenz, das es an der Grenze gibt, streikt dann auch noch und es wird wieder dunkel, bis wir die Grenze passiert haben. Der junge Grenzsoldat Aziz bleibt uns aber in Erinnerung, weil wir uns wirklich gut mit ihm Unterhalten konnten. Er war auf einem Austausch in England und hat da die Sprache kennengelernt. Er empfiehlt uns einen Basar in Nukus, den wir auch besuchen. Doch bis dahin fahren wir noch ein paar Kilometer. Nach der Grenze erwarten uns wieder schlechte Straßen. Diesmal sind sie zumindest asphaltiert. Durch jetzt härteren Untergrund merkt man dann auch, dass die Autos mittlerweile etwas mehr klappern als bisher. Wir begingen mit der Suche nach einem Schlafplatz, sobald wir den Grenzbereich hinter uns gelassen haben. Etwa 100m von der Hauptstraße entfernt (Nebenstraßen gibt es eigentlich keine), machen wir es uns in der Steppe zwischen Füchsen und Wüstenspringmäusen gemütlich. In der Nacht wird’s immer kälter fällt uns auf. Der Sonnenaufgang ist ein Träumchen, wenn weit und breit nichts die Sicht versperrt. Diesen Moment haben wir für uns behalten. Es gibt keine Fotos davon:P Auf 180 schlechte Straßenkilometer folgen 120 gute Kilometer. Langsam werden unsere Fahrzeuge durstig. Wir beginnen mit der Tankstellensuche. Die Erste ist nur zum Gas tanken. Dann folgen welche mit ROZ 80. Das geht gar nicht meinen wir und fahren weiter, nachdem wir von einem Tankwart erfahren, dass es hier in der Gegend nur Benzin mit 80 Oktan gibt. In Nukus müssen wir dann auf unsere eisernen Reserven aus Deutschland (@Neeb) zurückgreifen. Wir besuchen den Basar und kaufen groß ein: frisches Obst und Gemüse, Brot, Gebäck und Wasser für die nächsten Tage (12€) Zum Abendessen kaufen wir uns Spieße mit Beilagen. Jumba, ein Veteran, der 2 Jahre in der ehemaligen DDR gedient hat, leistet uns zur Freude aller anderen Gäste, Gesellschaft. Viel Deutschkenntnisse sind leider nicht hängen geblieben. Nachdem er sieht, dass wir Rallyefahrer sind (gute Ausrede weil die Strafen hier wohl recht hoch sein sollen) und aus diesem Grund keinen Alkohol trinken verliert er am Schluss sein Interesse an uns und wir können in Ruhe speisen. Wir bereiten einer jungen Familie noch eine kleine Freude und ziehen dann mit vollen Mägen und leeren Tanks weiter. An einer Gastankstelle bieten uns Einheimische ihre Hilfe an und bringen uns nach Urganch. Zuerst fahren wir mit ihnen zu einem „Businessman“ der „gutes“ Benzin verkauft. Leider hat auch er nur ROZ80. Ihm wurde auch bisschen schwindelig als er erfahren hat, wie viel wir benötigen (mittlerweile 220l, weil nur noch ein Kanister voll ist). Wir vertagen die Tankaktion und bekommen ein Hotel empfohlen, das unter dem Preisdurchschnitt liegt aber ein Frühstück beinhaltet. Am meisten freuten wir uns über die Duschen, denn die Betten waren kaum komfortabler als unsere Isomatten. Wach, satt und sauber begeben sich die einen auf Tankstellensuche, während die anderen die zuletzt entstandenen Schäden beseitigen. Ein Dämpfer hat seinen Geist aufgegeben. Zum Glück haben wir noch einen Ersatz dabei😊. Die Koppelstange wird erst einmal provisorisch fixiert. Wenn wir fertig sind, besichtigen wir Xiva und dann fahren weiter nach Buxoro, unserem Tagesziel.Read More

Eine Straße ist nicht mehr wirklich vorhanden …

Eine Straße ist nicht mehr wirklich vorhanden 😂Read More

Wir fahren auf der längsten Straße Wolgograds an …

Wir fahren auf der längsten Straße Wolgograds an einer Statue von Lenin vorbei. Bevor wir Wolgograd verlassen ruft noch Mutter Heimat. Ihre Größe hat uns alle sehr beeindruckt. Die Wachen kommen nach einer Stunde Wache halten im Stillgestanden ganz schön ins Schwitzen und Schwanken. Da setzen wir uns lieber in unsere Autos und tuckern weiter. Auf der Landstraße begegnen wir vielen Obststandln mit verschiedenen Melonen und Gemüse. Kurz vor der kasachischen Grenze gehen wir in Astrachan Abendessen. Die Stadt entpuppt sich als Partyhochburg. Zwischen vielen feierwütigen Russen essen wir diverse Spezialitäten, wie Borschtsch, Schaschlik und russische Pfannkuchen mit Eis und Honig. Diesmal geht unser Verdauungsspaziergang am Kreml von Astrachan vorbei zur Promenade, auf der wir von einem großen Feuerwerk empfangen werden. Das war natürlich kein Zufall, sondern ein Abschiedsgruß für uns. Wir überqueren eine Pontonbrücke (wackelige Angelegenheit) und steuern auf die kasachische Grenze zu. Der Grenzübergang verlief reibungslos. Nach den ersten Metern in Kasachstan müssen wir Schlaglöchern kraterähnlichen Ausmaßes ausweichen (siehe Video). Teilweise fehlt der Asphalt komplett und es macht mehr Sinn neben der Piste durch den Schotter zu fahren. Wir suchen uns ein stilles Örtchen und machen es uns in der Steppe gemütlich. Von der Sonne geweckt ist uns noch nicht ganz klar, wann wir jetzt eigentlich aufgestanden sind. Die Zeitumstellung könnte 4 oder 5h betragen. Unsere Unterlagen und Smartphones sind sich da nicht so ganz einig. Aber das spielt hier kaum eine Rolle. Wir tanken billigen Sprit für 35Cent. 95 Oktan sind hier eher eine Besonderheit. An der neuwertig wirkenden Tankstelle erhoffen wir uns einen modernen Lokus. Wir werden hinter das Gebäude geschickt. Eine Toilette am Hintereingang vermutend stellen wir fest, dass wir in die Wüste geschickt wurden. So begegneten wir heute unserem ersten Stehplumpsklo. Fern ab von der Hauptstraße hinter ein paar Dünen machen wir ein Päuschen. Unser Mittagessen bereiten wir uns selber zu. Mit kaspischem Meerblick genießen wir YumYumSuppen und Backed Beans. Wir essen brav auf. Deswegen ist das Wetter auch so gut, Temperatur und Luftfeuchte sind angenehm. Unterm Auto ist es schön schattig. Deswegen reparieren wir die nächsten klappernden Hitzeschutzbleche. Wir begegnen ein Paar netten Kontrollettis und Kindern. Langsam werden die Straßen wieder besser, aber man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben. Unser Abendessen in Atyrau hat einen orientalischen Touch und schmeckt sehr fein. Gestärkt bewegen wir uns weiter in Richtung Usbekistan.Read More

So schauen die Straßen in Kasachstan aus. 😀

So schauen die Straßen in Kasachstan aus. 😀Read More